Erfahrungsbericht

Die Lichtbahnen der Wirbelsäule und ihre Verbindungen zur Ahnenlinie

Intensivseminar von Heribert Czerniak

Ein Erfahrungsbericht von Rébecca Kunz

 

Wir tragen in unserem Steissbein, in unserem Kreuzbein, im Analbereich, im Darm und im unteren Becken oft noch unerlöste Vater- und Mutterthemen mit uns herum. Diese mit Heilgesängen zu erlösen, damit unsere Kraft die Wirbelsäule und die Lichtbahnen ungefiltert hochfliessen kann, das war das Ziel dieses Intensiv-Wochenendseminars mit Heribert Czerniak im November 2014 in Bern.

Was hindert uns, in unsere volle Lebenskraft zu kommen? − Es sind die nicht gelebten Gefühle. Alte Gefühle, die einst, durchaus in guter und schützender Absicht, unterdrückt und konserviert wurden. Die Folge davon sind Energieblockaden. Wir fürchten Gefühle oft, weil wir sie unbewusst mit deren Auswirkungen gleichsetzen. Gefühle zu leben ist in erster Linie ein innerlicher Prozess und hat mit Wahrnehmung zu tun. Wir können Gefühle nicht selektiv wahrnehmen: Hier die „positiven“, angenehmen, dort die „negativen“, unangenehmen. Blockade ist Blockade − auch der Lebensfreude und -kraft. Viele von uns tragen einen, die totale Öffnung verhindernden, Filter mit sich herum. Das führt zu einer Einschränkung des vollen Lebens, so wie es gedacht wäre für uns.

 

Wir sinnieren auf Kissen, Matten und Stühlen sitzend im grosszügigen Yogaraum über all diese Dinge und Heribert gibt seine stimmigen, humorvollen Inputs und beantwortet die Fragen der Teilnehmenden. Er sieht intuitiv was bei jedem fliesst und was nicht und kann es auf den Punkt bringen, um was es energetisch geht. Unser Energiekörper braucht vielleicht etwas anderes als das, was wir uns im Alltag so zurechtdenken, was uns gut tun würde. Die Wahrnehmung darauf bringt uns näher in die Mitte und zu unserem Potenzial. Heribert selbst lebt augenscheinlich das, was er erzählt – er wirkt offen, geerdet und gutgelaunt.

 

Was nun in Heriberts angeleiteten Meditationen folgt, die mit seinen kraftvollen Heilgesängen unterstützt werden, ist eine für mich überraschend neue Möglichkeit, tiefe Heilung zu empfangen. Die ausdauernden Heilgesänge, für die Heribert, wie er von sich sagt, nur Kanal von verschiedenen Geistwesen sei, bewegen sich in ihrer Spannbreite von tief knurrend zu kräftig-melodiös und von guttural-repetierend bis hin in schmelzende, sehr hohe Tonlagen. Eine ungewöhnliche, reichhaltige, vielfältig vibrierende Welt eröffnet sich mir. Die Hingabe fällt mir leicht – was für Erkenntnisse, die ich in meinem Körper erfahre und die sich in mein Bewusstsein schieben! Und zwar − das ist fast schon ein kosmischer Witz − die Erkenntnisse gibt es nicht für ein bestimmtes Thema, das ich gerne angeschaut hätte, weil es sich so gut und leicht anfühlte, nein, es ist ein Thema, das sich abgekoppelt von meinem Wollen ganz aus meiner Tiefe zeigt: Ein unerwartetes Echo von etwas Altem, Gewaltvollem, das nun durch die Vibration und Schwingung des Heilgesanges auf einer neuen Ebene integriert werden kann.

 

Meine eigene Kraft nicht mehr in Frage zu stellen ist noch selbstverständlicher geworden in diesem Seminar: Vermutlich haben es jetzt auch meine Zellen einmal so richtig ganz innen gehört – und aufgenommen. Alle der zwei Dutzend Teilnehmenden entwickelten in diesem Seminar ihren eigenen Heilton, den Heribert individuell „codierte“ und der einem anstehendes Entwicklungsthema in der nächsten Zeit zur Integration verhelfen soll.

Mit Inputs, Übungen, Tönen, Meditationen, Bewegen − und immer wieder Schmunzeln − geht dieses abwechslungsreiche, kräftespendende Seminar zu Ende.

 

Rébecca Kunz

Erwachsenenbildung, Psychologische Beratung, Coaching, Körperarbeit