Interviews


Die Befreiung von Energieblockaden in
unseren Organen


In unserem Energiesystem werden Informationen von Gedanken, die durch Gefühle eine Kraft bekommen haben, gespeichert. Gefühle können sehr kraftvoll sein in uns, kraftvoll in alle Richtungen, für oder gegen uns gerichtet. Oft kontrollieren wir unangenehme Gefühle oder Gedanken. Wir wollen beides nicht fühlen, lehnen es also ab.
Ablehnung von Gedanken und Gefühlen, wie zum Beispiel Ärger, bedeutet aber auch Ablehnung von Lebensenergie. Solch eine Ablehnung zeigt sich u.a. durch Kontrolle. Du kontrollierst Deine Gefühle oder Gedanken, weil wir unangenehme Gefühle wie Ärger und Wut loswerden, nicht fühlen möchten.
Mit dieser Ablehnung fangen wir jedoch an, unsere Organe mehr und mehr zu schädigen, auch unsere Knochen, unsere Zähne, unsere Körperflüssigkeiten und so fort.

Magen, Leber, Milz und Galle 

In meiner Heilarbeit nehme ich immer wieder wahr, dass eine bestimmte Zuordnung von Ärger als Energieform in den Organen existiert. In der Leber zum Beispiel befindet sich der Ärger, der durch Konflikte mit Hierarchien zu tun hatte, wie dem Streit mit Kollegen, Vorgesetzten, Behörden, Nachbarn usw. – immer dann, wenn die Person das Gefühl hat sich durchsetzen zu müssen, weil es so ungerecht erscheint. Aber es ist nicht möglich und so kann es Auswirkungen auf die rechte Körperhälfte haben. Solche Anspannungen können dann zu körperlichen Symptomen führen. Der Magen speichert das Muster „Es ist besser, ich halte mich zurück um Ärger zu vermeiden.“ Hier kann eine Energieblockade entstehen, weil die eigene Lebensenergie, die sich verwirklichen möchte, durch das
Zurückhalten Ablehnung erfährt. Die Galle hat sehr viel unterdrückte Wut abgespeichert, wenn der eigene Seelenschmerz emotional nicht mehr zu ertragen ist. Die Milz hat einen speziellen Bezug zu den Familiennetzen. Ungeklärte Revierstreitigkeiten zeigen sich in der Milz als Energieblockade – es geht um das Thema Abgrenzung für das verletzte innere Kind. Die Milz ist links vom Magen, da wo man ein Seitenstechen spüren kann. Natürlich hat jedes Organ noch Zuordnungen zu anderen Körperstellen – je nachdem wie sich die
Lebensthemen zeigen. Wir können auch von karmischen Mustern sprechen, die sich unter anderem sehr gut durch Heilenergien in der Seelenmatrix lösen lassen.

Die Ängste oder der Ärger in uns sind nicht das Problem 

Sehr viele dieser Konflikte werden leider nicht aufgearbeitet. Damit vermeiden wir aber auch, sie auf einem ganz direkten Weg wieder aufzulösen. Die unbearbeiteten Konflikte bleiben dann in Deinem Energiesystem präsent und schaden Dir und Deinem Körper. Diese Energie ist auch dann noch abgespeichert, wenn Du sie gar nicht mehr spürst. Sie verschwindet auch nicht so ohne Weiteres aus Deinem Energiesystem, sondern staut sich mehr und mehr in den Organen an. Ein erstes Zeichen dafür ist innere Unruhe. Nicht der Ärger an sich bereitet Probleme, sondern dass wir die Energieform von Ärger oder Ängsten ablehnen und somit in uns speichern.

Was kann ich selbst dafür tun, um Ärger in mir aufzulösen?

Prinzipiell können wir alles in unserem Energiesystem klären, noch bevor es dramatisch wird oder bevor beispielsweise eine klinische Schädigung entsteht.
Konflikte können jedoch nur in Wohlwollen, also auf der Herzebene, geklärt werden. Manchmal sind wir dazu aber einfach nicht in der Lage: Wir haben vielleicht das Gefühl, wir seien darauf angewiesen, dass der Andere uns entgegenkommt, dass er einsieht, dass er Unrecht hatte. Es gibt einen Anteil in Dir, der diesen Konflikt gar nicht in sein Herz nehmen möchte und so die Auflösung auf der Herzensebene in Liebe verhindert.
Letztlich muss aber jeder Ärger in Dir in Wohlwollen aufgelöst werden. Und das macht es so schwierig. Du bist vielleicht gar nicht Schuld, sondern der andere. Deinem Energiesystem ist es jedoch völlig egal, wer Schuld ist. Könnte es reden, würde es
sagen: „Du bist derjenige, der sich jetzt öffnen muss, sonst wirst Du der Leidtragende sein.“ Es geht nicht um die Person, sondern um die belastende Energie, die in dir entsteht und abgespeichert wird. Etwas in Dir in Wohlwollen aufzulösen bedeutet, dass diese Person und auch dieser Konflikt wirklich eins mit Dir werden dürfen, eins mit dem, was Du wirklich bist. Und Du bist nicht das Problem, du bist nicht der Ärger. Es darf eins werden in Deinem Energiesystem mit dem, was Du wirklich bist, und das ist letztendlich nur Licht und Liebe. Indem Du weißt: Es darf sein – All das, was ich bisher in mir abgelehnt habe, darf wirklich sein.
Heribert Czerniak


Über Naturwesen zu sich selbst finden

ein Interview mit Heribert Czerniak – Die Heilende Stimme


 

Es gibt Menschen, die können Naturwesen auch optisch wahrnehmen, mit ihren Augen. Bei Heribert Czerniak hat sich diese Fähigkeit in den letzten Jahren mit der Öffnung für seine heilerischen Fähigkeiten entwickelt. Wichtig ist ihm, den romantisch verklärten Blick abzulegen und Naturwesen als Unterstützung auf dem Weg nach Innen zu erleben. Abheeti Zeitz traf sich mit ihm und gewann neues Verständnis über das Sein und Wirken dieser Wesen.

Wie hat sich dein Zugang zu Naturwesen entwickelt?

Am Anfang war ich sehr eng mit Bäumen verbunden, dann ging es weiter mit den Naturwesen, ich schlief u.a. eine Woche lang im Wald, um mich mit ihnen zu verbinden, habe auch Seminare besucht. Damals konnte ich schon die Energien wahrnehmen und entwickelte das Vertrauen in ihre Existenz. Später kamen dann meine inneren Themen und Öffnungen dazu. Ich habe erfahren, dass das Wichtigste die eigene innere Ausrichtung ist.

Märchen aller Kulturen berichten von Naturwesen, von Zwergen, Drachen, Riesen und anderen. Dies wird heute als Fantasie angesehen.

Diese Wesen gibt es und hat es immer gegeben, es sind keine „Märchen“. Es gab früher Zeiten, in denen sie mit den Menschen zusammen gelebt haben, so wie in „Herr der Ringe“, diese Darstellung ist sehr real. Aber die Schwingung der Erde hat sich verändert. Die Naturwesen haben ihre Schwingung behalten, die Menschen haben sich jedoch dem Schwingungsfeld der Erde angepasst, bzw. ihre Schwingung selbst verändert, weshalb sie die anderen Wesen nicht mehr direkt wahrnehmen können. Die Menschen haben sich also von den Naturwesen entfernt. Wenn man sie heute wahrnehmen möchte, muss man sich bewusst sein, dass sie auf anderen Ebenen leben. Als ich auf meinen spirituellen Weg in einem Dunkekammerseminar mitmachte, habe ich nach einigen Tagen Lichtpunkte wahrgenommen, mit offenen Augen – es war richtig hell. Aber in diesem Licht konnte ich nicht meine Hand sehen, weil es aus einer anderen Dimension kam. So ist es auch mit den Naturwesen. Sie sind zwar hier auf der Erde, aber in einer anderen Dimension. Öffnet sich das dritte Auge dafür, so kann man sie auch wahrnehmen. Je nach Schwingungsgrad befinden sich die Wesen auch in unterschiedlichen Dimensionen.

Gibt es eine unendliche Vielfalt an Naturwesen? Kann man sie klassifizieren?

Ja, es gibt ein Elfenreich, ein Feenreich, es gibt die Gnome, die Zwerge, die Faun und viele andere. Innerhalb der Reiche gibt es auch Unterschiede – an unterschiedlichen Plätzen entwickeln sie sich unterschiedlich, so wie die Menschen verschiedener Länder auch sehr verschieden sind.

Was ist für dich das Wesentliche, was wir von diesen Wesen lernen können bzw. was sie uns geben können?

Mit Naturwesen zu sein, bedeutet den Fokus zu wechseln von deinem Problem, dem Suchen nach Lösungen, hin zu der Freude, die du mit ihnen in dem Moment erfährst – ohne etwas zu verdrängen. Darum geht es zur Zeit allgemein in unserer Entwicklung. Sie sagen nicht: „vergiss dein Problem“, sondern sie sagen: „richte dich auf das Licht, auf die Freude aus – und alles andere darf auch sein“.

Sie sorgen dafür, dass unser schweres Denken Leichtigkeit erfahren kann. Deshalb kommt es auch immer wieder vor, dass Menschen zu lachen anfangen, zu singen, Freude empfinden. Die Naturwesen mögen es, wenn die Menschen z.B. singen, weil sie auch gern singen und tanzen. Sie mögen es auch, wenn man ihnen etwas mitbringt: kleine Edelsteine, Räucherstäbchen oder einen Keks. Die Gaben bleiben liegen, aber die Wesen erfreuen sich an deren Energie oder entziehen die Essenz, so dass z.B. der Keks, wenn sie ihn angenommen haben, eine Stunde später so schmeckt, als wenn er tagelang dort gelegen hätte.

Davon liest man auch immer wieder in Geschichten.

Ja, das ist es auch, was die Indianer tun, mit Tabak und anderem. Das ist nicht nur Halligalli, sondern es hat schon seinen Sinn. Sie haben auch Energietore, an bestimmten Böschungen z.B., selbst wenn es nicht wie ein Eingang aussieht. Geht man durch so ein Energietor in ihr Reich, ist es schön, wenn man innehält, so wie man auch erst mal fragt, wenn man jemanden überraschend besucht. „Ich öffne mich, ich bin bereit, ich würdige diesen Platz.“

Muss man hellsichtig oder hellfühlig sein, um mit den Wesen Kontakt haben zu können?

Die Wesen nehmen dich und deine Energie wahr. Sie helfen auch, wenn man sie nicht wahrnehmen kann. Wie sich solche eine Hilfe auswirkt, kann ganz verschieden sein: vielleicht spürst du gleich danach oder erst am nächsten Tag, dass es dir leichter geworden ist. Vielleicht ist die Energie der Wesen in dir und ein anderer Mensch reagiert dadurch ganz anders auf dich, im Gespräch öffnet sich etwas, Hilfe kommt auf dich zu. Naturwesen sorgen dafür, dass du mal innehalten kannst, nicht nur mit Gedanken beschäftigt bist. Oder sie geben dir im Wald Impulse, den richtigen Weg zu finden, du kannst sie jederzeit rufen. Im Wald helfen sie eigentlich immer. Geschichten von bösen oder wütenden Geistern sind genau genommen Projektionen von Menschen, die mit solchen Emotionen in den Wald gehen – man muss nach außen immer das Resonanzprinzip beachten. Es gibt Orte, wo sie vielleicht nicht hingehen möchten, Orte, an den z.B. Kriege stattgefunden haben. Aber diese dunkle Energie ist von Menschen geschaffen. Orte von reiner Natur tragen immer eine wundervolle Energie.

Wie „arbeiten“ die Wesen denn mit uns Menschen?

Das ist unterschiedlich. Wie die Menschen auch – entweder mit ihrer Energie, indem sie einfach da sind, oder wie Elfen und Feen an deinem Energiesystem, in der Aura und an den Chakren, auf spielerische Weise passieren innere Öffnungen. Sie können dich auch für etwas vorbereiten und dazu in deinem Energiesystem etwas verändern. Aber nur, wenn es ansteht und für dich verträglich ist. Auch intensive Arbeit ist möglich, aber dazu musst du dich schon öffnen, länger sitzen bleiben und nicht beim ersten Unwohlsein gleich wieder aufspringen. Richtest du dich nach innen aus, zeigst du ihnen deine Bereitschaft, tiefer zu gehen.

Ist es eine Aufgabe der Naturwesen, uns Menschen zu helfen?

Wie auch die Tiere sind sie einfach da und helfen, aber der Mensch ist ebenso für die Tiere und die Naturwesen da. Es bedingt sich gegenseitig, es gibt keine Hierarchie, wer für wen da ist. Wenn du Kontakt suchst, werden sie helfen, aber man kann sie auch ignorieren, so wie es die meisten tun – und das ist auch ok. Die verschiedenen Wesen haben unterschiedliche Aufgaben in der Natur und sind mit Pflanzen- und Tierwelt verbunden. Ich habe schon beobachtet, wie sie Tiere als Transportmittel nutzen oder mit ihnen spielen. Sie können miteinander kommunizieren und unterstützen sich auch. Wenn du z.B. ein Insekt beobachtest, was eigenartig fliegt, dann ist wahrscheinlich gerade eine Elfe auf ihm unterwegs. Oder wenn du eine Katze siehst, die aufmerksam auf eine Stelle schaut oder etwas hinterher jagt, wo du aber nichts erkennst, dann beobachtet sie wahrscheinlich ein Wesen oder spielt mit ihm – Katzen sind sehr hellsichtig.

Bevorzugen Naturwesen bestimmte Orte?

Sie halten sich gern an Plätzen mit sehr klarer, reiner Struktur auf. Sie profitieren von der Natur, der dort vorhandenen Kraft und können sich davon nähren. So wie sensible Menschen auch Plätze meiden, die ihnen nicht gut tun oder die einfach nicht schön sind, meiden sie schlechte Luft oder Lärm. Aber wenn es schöne, ruhige Plätze und Parks gibt, dann findest du auch in Städten Naturwesen.

In Island, wohin du dieses Jahr eine Seminarreise anbietest, finden die Wesen ja besonders reine Natur.

Ja, in Island hat das Naturwesenreich in Verbindung mit Heilplätzen auch noch ein anderes Bewusstsein als hier. Die Naturwesen können dort viel mehr bewirken und sich viel stärker mit den Menschen verbinden, weil das kollektive Bewusstsein für sie offen ist. Es gibt in Island sogar eine staatliche Beauftragte für Naturwesen. Stehen z.B. die Maschinen auf einer Baustelle plötzlich still, spricht sie mit den Wesen und vermittelt. Stellt sich heraus, dass durch die Baumaßnahmen ein wichtiger Platz der Wesen gestört ist, wird die Straße verlegt und sofort funktionieren die Maschinen wieder. Die Isländer glauben an die Naturwesen, auch wenn sie sie nicht selbst sehen können. Sie akzeptieren sie und sind stolz auf dieses Verhältnis. Ich habe auch gesehen, dass Naturwesen in Wohnungen sind, mit den Kindern spielen. Das ist schon eine starke Öffnung im Bewusstsein, hier wird es als Quatsch abgetan, wenn man etwas nicht sehen kann. Letztes Jahr war ich bereits dort, um mich zu informieren und mit den Energien vor Ort zu verbinden. Island hat viel mit den Heilenergien von Polaritäten zu tun, mit Themen von Trennung in vielen Bereichen unseres Lebens. Wenn man sich den Naturwesen annähert, hat man auch die Möglichkeit, sich mit dem Körper und den abgespaltenen Seelenaspekten zu versöhnen. Sie sind Vermittler und unterstützen dich, die Erde wieder zu genießen und dich in deinem Körper wohl zu fühlen.

Bei einem Spaziergang hatte ich kürzlich das Gefühl, als ob ein gesamter Berg ein riesiges Wesen hätte.

Ja, das gibt es, Berggeister, Baumgeister, Devas … Sie sind die Hüter des Waldes, eines Baumes oder Platzes. In Indien habe ich mal ein Wasserwesen erlebt. Abseits eines kleinen Ortes in den Bergen gab es einen kleinen Tümpel. Es war ein stehendes Gewässer und trotzdem war das Wasser ganz klar und rein, hatte auch eine besondere Kraft. Dort gab es eine Art Schutzgeist, ein riesengroße blaue Deva als eine Hüterin dieses Wasser.

Ist dir noch ein Aspekt wichtig zu erwähnen?

Heutzutage geht es allgemein um eine stärkere Ausrichtung nach innen. Naturwesen können eine Öffnung zu einer ganzheitlichen Lebensauffassung sein, man sollte die Beschäftigung mit ihnen aber nicht als Flucht vor der eigenen Innenschau benutzen. Es geht nicht darum, immer nur andere Wesen um Hilfe zu bitten, sondern sich selbst zu spüren, die Ausrichtung von außen nach innen zu wechseln, das Licht auch in sich selbst zu erkennen. Wenn man den Schnickschnack weglässt, gibt es die Möglichkeit, über die Naturwesen zu dir selbst zu finden.

 

Vielen Dank für das Gespräch!

(mit  Sohn Joshua. Einem Elfenkönig.)

 

Seminarreise – Island: „Das Erbe der Urahnen“ 26.7.– 02.8.2011 – Eine Seelenreise tief in unsere Mitte. Es wirken die Urkräfte der Erde in uns. Die Erde wie vor Hunderttausenden von Jahren. Einzigartig in den Begegnungen mit dem Naturwesenreich und den wunderschönen Energieorten dieser magischen Insel.

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Auszug aus einem Heilabend mit Heribert im Juli in München

Einssein mit der Göttlichen Essenz,


Ihr seid eigentlich immer motiviert, immer im Bestreben, eure Göttliche Essenz zu spüren. Natürlich versucht ihr dann auch einiges, ihr wieder zu begegnen, sie wirklich zu fühlen. Aber gerade weil ihr das immer wieder versucht, kommt der eine oder andere nicht zur Ruhe. Und wenn Du nicht zur Ruhe kommst, wird irgendwann einmal alles zu einer Sucht: das Machen müssen, das Haben müssen, das Treffen müssen. Es ist paradox: Die Göttliche Essenz ist schon da, sie ist bereits in dir, und du versuchst sie zu finden, versuchst dafür zu arbeiten, bemühst dich. Dadurch wird es aber nicht leichter, sondern schwieriger, denn sie ist in dir, du musst nichts mehr dafür tun.

Die Göttliche Essenz ist Freude, ist unendliche Weite. Wenn Du in sie eintauchst, dann denkt das Ich nichts mehr, dann gibt es nichts mehr zu sagen, dann ist Stille. Und in diesem Moment weißt du auch, es ist alles gut so, wie es war – mein ganzes Leben, alles, was ich erlebt habe – das weißt du dann. Du weißt, dass die Geburt perfekt war, in dem Moment ist dir das klar: Das ist die Göttliche Essenz. Und der eine oder andere kriegt vielleicht sogar einen Lachanfall. Er erkennt den Witz und auch wie banal oder wie komisch das war, was er die ganze Zeit gemacht hat, obwohl alles schon da war.

Teilnehmer:  Es kann  aber auch sein, dass man weinen muss.
Ja, das ist auch möglich – da löst sich was, es ist gelöst in dem Weinen.

Die Essenz und die Einheit anzuerkennen bedeutet auch, dass alles, was du gemacht hast und alles, was da ist, Teil dieser göttlichen Einheit ist, dass es also nie eine Trennung und Dualität gegeben hat für dich. Beides hat es nie gegeben. Du hast gedacht, es gibt Dualität. Du hast gedacht, es gibt eine Trennung und es hat sich angefühlt wie eine Trennung. Deine Gedanken haben dir gesagt, da ist eine Trennung. Und weil die Gedanken in dir sagten, da ist eine Trennung, da ist ein Schmerz, das ist nicht gut, das ist schlecht  – hast du gesagt, ja, das ist die Wahrheit. Ja, das ist meine Wahrheit, weil ich es so fühle. Ich fühle es so und die anderen fühlen es auch so. Aber fühlen diese anderen auch die Göttliche Essenz, jeden Tag?  Nein! – und da musst du dich schon fragen: Warum fühlen sie sie nicht, die Göttliche Essenz? Und warum ist das meine Wahrheit, warum mache ich das in diesem Moment zu meiner Wahrheit? Der Grund liegt darin, dass du Angst davor hast, dich zu verlieren. Das Ich in dir hat Angst; Angst vor Chaos und davor sich zu verlieren. Für das Ich, das ja nur aus Informationen besteht, und ganz viele Informationen angesammelt hat, bedeutet diese Anerkennung, dass es erkennen muss, dass all die Informationen sinnlos sind.

Und dennoch war es perfekt, es gehörte alles zusammen. Alles ist in Einheit, du kannst nichts trennen, nichts ausgrenzen. Und alles in Einem ist wie für dich geschaffen gewesen. Du musst also erkennen, dass du derjenige bist, der all das kreiert hat. Da war ……. niemand, der getrennt von dir war, niemand, der dir einen Schmerz bereitet hat, auch nicht den größten Schmerz in dir. Du musst erkennen, dass der Schmerz, den du irgendwann einmal kreiert hast, immer gewandert ist und immer wieder zu dir zurückgekommen ist. Und dann verstehst du plötzlich, ja, da ist nie etwas getrennt gewesen von mir, da ist nie ein Abschied gewesen. Ich habe es nur nicht wahrgenommen. Ich habe es nur nicht gesehen. Es war immer da, und es hat sich einfach immer nur in Bewegung gesetzt. Der Schmerz, den ich aussende, kommt wieder zurück zu mir. Und immer erlebe ich etwas, was ich zuvor selbst kreiert habe, etwas was sich nun anfühlt wie getrennt, wie etwas nicht von mir, so fremd. Für das Ich fühlt sich das alles vielleicht so an.

Einssein mit der Göttlichen Essenz bedeutet für das Ich jedoch: Es gibt keine gefühlte Trennung im Körper, kein Opfer-Täter-Denken, kein wirkliches Feindbild mehr, kein: wie kann ich die Menschen gerecht bestrafen, sondern ein: wie kann diesem Menschen geholfen werden, so dass er seine Fähigkeit entwickelt, sich selbst zu erkennen in dem, was er wirklich ist. Das bedeutet dann auch, dass er seine eigene Liebe, die göttliche Liebe, die uns allen innewohnt, wieder fühlt. Einssein mit der Göttlichen Essenz ist nur ein Gefühl, ein Zustand der Freude und Glückseligkeit.

Zu diesem Thema, zu dem, was wir jetzt besprochen haben mache ich jetzt eine Meditation.

Für die Leser: Lese die Meditation, setze oder lege dich nach dem Lesen hin und spüre deinen Atem und lass alles geschehen, was in dir auftauchen möchte. Nimm dich einfach nur wahr.

 

Was hindert mich daran, die Göttliche Essenz zu fühlen, in Einheit zu sein mit der Göttlichen Essenz  – als Gefühl.

Nimm wahr, was für Gedanken, oder was für Bilder, oder was für Gefühle jetzt auftauchen. Spür hinein, wie der Körper reagiert. Was hindert mich daran – gibt es diesen Alltag, gibt es Menschen, die mich daran hindern, diese Göttliche Essenz, diese Einheit zu fühlen, diese Freude. Spüre deinen Atem, nimm wahr, was jetzt alles geschieht in dir, was da auftaucht, was dieses Licht öffnet in dir, was sich jetzt zeigt, während du ein- und ausatmest. Bei einigen ist jetzt auch der Nacken in Bearbeitung, in Öffnung, und bei einigen ist es das rechte Bein – so nehme ich es wahr – das rechte Bein und auch das Knie ist in Öffnung. Es wird auch eine Öffnung im Becken sein, weil da die festgefahrenen mentalen Strukturen, sich für die Liebe anstrengen zu müssen, abgespeichert sind: deine Konflikte auf der Suche nach Freude, nach Harmonie, deine Abwehrhaltung, deine Abgrenzung, die Freude zu behalten, die Freude zu spüren – aber auch deine Kontrolle.

Einssein mit der Göttlichen Essenz.  Darf das sein, dürfen da all die Menschen in Situationen auftauchen, wo es sehr schwierig, sehr stressig war. Dürfen all diese Situationen auftauchen in dieser Einheit, oder trenne ich, gibt es da ein Nein? Habe ich Angst davor? Spüre hinein, was da jetzt auftaucht, spüre hinein, welche Situation in deinem Leben jetzt auftaucht. Ist da etwas Ungemütliches? Wenn es auftauchen sollte, heißt das, es ist noch nicht bearbeitet. Nimm das Gefühl dazu wahr, nimm wahr, ob da eine Kraft fühlbar wird, spüre deinen Atem, nimm wahr, ob etwas nicht in Einheit sein darf, nicht im Einklang mit der Göttlichen Essenz. Spüre hinein, welche Situation und welche Person aus deinem Leben auftauchen. Vielleicht kommt da auch etwas Überraschendes für dich, dann sei damit, während du ein- und ausatmest und gestatte es dir, dass diese Kraft größer werden darf. Ich nenne sie einfach nur Kraft – ohne große Bewertung – ob Angst, ob negativ, schlecht, Energieblockade, Liebe oder Freude.  Spüre hinein, ob diese Kraft größer werden darf, ob diese Bilder, diese Gedanken größer werden dürfen in dir. Darf sich das in dir entfalten? Einheit – ist das Einheit, dass alles auftauchen darf, während ich ein- und ausatme?  Dieses Gefühl, diese Kraft. Was hat sich da jetzt gezeigt, was öffnet sich da noch?

Und die Heilgesänge unterstützen und begleiten dich während du ein- und ausatmest, sei damit…

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Das Goldene Dreieck

Interview vom 18. März / Indienreise 2007


 

Heribert, Du bist 2007 wie jedes Jahr nach Indien gefahren…

Ich war am Arunachala in Südindien in Tiruvanamalei. Dies ist ein wunderschöner Berg, der in den letzten zwanzig Jahren sehr schön begrünt wurde. In den Höhlen des Arunachala verweile ich immer mehrere Stunden. Die Höhlen befinden sich in der Nähe des Ashrams. Man geht dort in etwa 25 Minuten einen meditativen Gang nach oben.

Gab es irgendetwas ganz Besonderes, das Du erlebt hast?

Am zehnten Tag habe ich wie üblich in der Höhle meditiert, aber auf dem Weg hinunter zum Ashram durchkreuzte eine grüne Mamba meinen Weg.
Rechts von mir befand sich ein kleiner Baum. Die Schlange legte sich quer in diesen Baum hinein, und ich spürte sofort die Energie dieser Begegnung. Dann habe ich mich verneigt, meine Arme ausgebreitet und fing zu tönen an. Nach ein paar Minuten durchzog ein Schauer meinen ganzen Körper. Ich hörte auf zu tönen, öffnete meine Augen, und die Schlange drehte ihren Kopf direkt zu mir hin. Sie lag mit mir auf Augenhöhe, ungefähr einen Meter von mir entfernt.
Dann schloss ich die Augen wieder, stimmte einen tibetischen tiefen Priesterkehlgesang an und spürte einen Energiestoß in meinem Magen. Ich spürte einen Schmerz, tönte aber weiter, weil ich intuitiv spürte, dass hier eine tiefe Einweihung stattfindet. Nach einer Weile öffnete ich die Augen wieder und die Schlange hatte ihren Kopf zur Seite geneigt. Ich habe mich verneigt, und ging zum Ashram hinunter.

Hast Du in irgendeiner Form Angst verspürt während der Begegnung oder vielleicht auch nach der Begegnung?

Eigentlich hatte ich überhaupt keine Angst, aber als sie ihren Kopf zu mir gedreht hatte und ich dann mit den tiefen Tönen begann, da dachte ich nur kurz: Hoffentlich gefallen ihr die Töne und hoffentlich singe ich nicht falsch. Schlangen können ja sehr schnell sein.
Danach hatte ich noch ziemlich lange mit meinem Magen zu tun, was mich sehr beunruhigte, denn er schmerzte doch sehr. Es gab auch noch eine zweite Begegnung mit einer Schlange. Das geschah direkt am Eingang der Skandara Höhle. Am Tor der Höhle begegnete ich einer dicken, großen, leuchtend roten Feuerschlange. Da es dort sehr viel Publikumsverkehr gibt, habe ich ohne zu tönen mit der Schlange meditiert, um kein Aufsehen zu erregen. Dass die grüne Mamba eine sehr giftige Schlange war, wurde mir erst später bewusst. Bei der roten Schlange war ich mir nicht sicher, ich spürte einfach nur ihre Kraft. Ich habe mich darauf eingelassen und es hat einiges in Bewegung gesetzt.

Und was geschah in den Tagen danach? Wie ist es Dir ergangen?

Ich hatte sehr unruhige Nächte danach. Zunächst wusste ich nicht, was die Begegnung mit den Schlangen für mich bedeuten sollte.
Ich suchte ein neues Quartier. Auf dem Weg dorthin begegnete ich einer Portugiesin. Es sind sehr viele Westler in der Gegend, die auch meditieren, Satsang oder Yoga machen. Es ergab sich dann, dass ich, durch dieses Gespräch mit ihr, am nächsten Tag ein 3-tägiges Heilseminar und Einzelsitzungen gegeben habe. Es war auch eine deutsche Teilnehmerin anwesend, die vom Deutschen ins Englische übersetzt. Ich war ihr bekannt durch meine Seminare und Einzelsitzungen in Berlin.
Es war ein sehr interessantes Seminar, eine Art Initiation für mich und alle Beteiligten. Mit den Händen formte ich ein Dreieck und tönte dazu Atlantische Kristalltöne. Dieses Symbol hatte ich bereits früher in einer Initiation empfangen, die meine Seele „das goldene Dreieck von Atlantis“ genannt hatte. Es dient den Teilnehmern, die abgespeicherten Energieblockaden in den Körpern zu klären. Atlantis bedeutet für einige die Vertreibung aus dem Paradies – die Schlange wird als Auslöser für die Vertreibung gesehen, aber auch als Symbol für die Verführung durch Macht. Sie ist außerdem das Symbol für die Kundalinienergie, die als schlafende Schlange im Becken liegt – die Energie, die auch einigen Menschen Angst bereitet. Es gab 3 Untergänge für die Menschheit in der Zeit von Atlantis. Diese Katastrophen- und Untergangsinformation ist in unseren Zellen und Energiesystemen abgespeichert. In jener Zeit bemühten sich viele Menschen, diese Untergänge aufzuhalten. Auch dieser Vorgang ist in unserem Energiesystem abgespeichert: „Ich bemühe mich, ich strenge mich an, ich öffne mich, aber vielleicht ist es ja wieder umsonst, Gott bestraft mich, ich bin nicht gut genug“ u.s.w. Das Gottvertrauen bzw. der Glaube an die eigene Lebenskraft b.z.w. göttliche Präsenz ist immer mehr verloren gegangen. Und die Sehnsucht, nichts zu tun, sich fallen zu lassen, egal was passiert, hat oft zu resignativen Zuständen geführt oder zu einem Überlebenskampf mit dem Körper. Die Identifikation mit dem Körper begann und damit die Speicherung der Angstenergien in den Zellen.
Vier Wochen später habe ich in Berlin mit diesem goldenen Dreieck ein Seminar gegeben. Es war sehr interessant, die Zusammenhänge zu erkennen mit den Menschen, die heute Ähnliches erleben und nicht wissen warum.
Hinzukommt, dass es Veränderungen mit meiner Arbeit, mit dem Tönen, gegeben hat und dass sehr viele Umbrüche geschehen sind, denn es war nicht nur ein Umbruch im Magen, sondern es war auch ein Umbruch im Äußeren.

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 Interview 2006: für das „Sein-Magazin“ in Berlin 


SEIN-Magazin: „Heribert, du bist wie jedes Jahr nach Indien gefahren, um zu meditieren. Aber dieses Mal hattest du ein besonderes Erlebnis…“

„Ja, ich bin gleich am ersten Tag von meiner inneren Führung über den Atem in mein Herz geführt worden. Ich war sehr überrascht, aber ich dachte, schauen wir mal, was da passiert. Ich spürte von Anfang an eine Ruhe, eine Stille in meinem Körper. Dieses Gefühl wurde dann immer intensiver, so dass ich auch wahrnehmen konnte, wie die Zellen in meinem Körper funktionieren, wie die Herzenergie in alle Richtungen strahlt und in allen Zellen sehr aktiv arbeitet. Und währenddessen, so ungefähr eineinhalb Stunden lang, fühlte ich plötzlich eine Art Starre, Taubheit in meinem Körper. Gleichzeitig spürte ich auch, wie mein Herz strahlte und wie in meinem Körper Prozesse abliefen – Inkarnationsmuster, Angstmuster. Diese Zustände wurden von Tag zu Tag intensiver. Wenn ich mal unkonzentriert, nicht in meinem Herzen war, zuckte mein Körper, und ich war wieder im Herzen. Das war wie ein Anstoß.

SEIN-Magazin: „Heißt das, dass du dich auch gar nicht bewegen konntest in diesem Taubheitszustand?“

„Ja, nach eineinhalb Stunden konnte ich mich nicht mehr bewegen. Aber ich war immer im Herzen und dadurch fühlte ich keine Angst – nur Frieden und Zuversicht. Dieser Zustand hielt bis zum siebten Tag an – dann geschah etwas Außergewöhnliches: Plötzlich war alles dunkel, selbst mein bis dahin strahlendes Herz. Für einen Moment war ich erschrocken. Mein ganzer Körper befand sich in dieser Starre, in dieser Kälte, er war wie aus Stein. In diesem Moment spürte ich Resignation. Es überkam mich ein Gefühl von Verlassensein von Gott, von Getrenntsein von allem. Das dauerte ungefähr zwanzig bis dreißig Minuten. Doch plötzlich gab es eine Explosion in meinem Herzen. Das Strahlen breitete sich in alle Richtungen aus und mein Körper vibrierte die ganze Zeit. Nach einer halben Stunde in diesem Zustand hatte ich den Impuls zu tönen. Und plötzlich waren da Töne, die ich noch nie vorher hervorgebracht hatte. Ich merkte schon, dass es besondere Töne waren, denn ich hatte im Kehlkopf noch nie so getönt. Sie ähnelten dem tibetischen Urgesang, dem Kehlgesang. Doch am nächsten Tag waren die Töne nicht mehr da. Ich habe immer wieder versucht sie herauszubringen, aber es ging nicht. Es sind Töne, die ich von innen heraus greife. Ich spürte auch, dass ich nach innen gehen musste, aber ich konnte nicht. Doch schon nach der nächsten Meditation waren die Töne wieder da. Nach der zweiten Woche waren sie auch greifbar und ich konnte und kann sie demonstrieren. Mir wurde klar, dass sich uralte tibetische karmische Strukturen gelöst hatten und ich wie ein alter tibetischer Priester spezielle Mantren singe.“

SEIN-Magazin: Hat sich durch deine Fähigkeit zu tönen etwas in deinem Leben verändert?“

„Es fühlt sich jetzt alles viel leichter an. Sei es der Kontakt mit Menschen, sei es, wenn ich Seminare plane, es ist eine gewisse Leichtigkeit da.“

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